About me

A SHORT STORY ABOUT ME

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„Ich portraitiere gerne Menschen. Das war schon immer so. Ich weiß auch nicht warum.“

Nun, die Fotografie gehört nicht seit jeher zu meinen Leidenschaften. Ursprünglich komme ich eher aus dem Bereich der Malerei. In sehr jungen Jahren begann ich zu zeichnen, lernte die unterschiedlichsten Mal- und Zeichenmittel schätzen. Von einfachsten Buntstiften zum schlichten Bleistift, über Kohle zu Acryl Farben bis zur Ölmalerei auf Leinwänden. Die Fotografie war zu dieser Zeit eher ein Mittel zum Zweck, ein Beiwerk neben der Malerei. Wer harrt schon gerne, als jemand der portraitiert wird, stundenlang an ein und der selben Stelle aus. Niemand!

Diejenigen, die ebenfalls der Malerei verfallen sind oder waren, können den intensiven Zeitaufwand der Ölmalerei abschätzen. Zumindest dann wenn man sich Portraits, detaillierten Landschaften oder gar Tieren widmet. Mit Beginn meiner regulären Arbeit wurde mir genau dieser Zeitaufwand zum Verhängnis. Es war mir schlicht nicht mehr möglich der Malerei in der Intensität nachzukommen, wie ich sie bis dahin praktizierte. Was blieb war die Fotografie. Zunächst analog und später ausschliesslich auf digitalem Wege. Hin und wieder vermisse ich den einzigartigen Flair grobkörniger Schwarz/Weiss Aufnahmen.

Aus heutiger Sicht kann ich nur feststellen, dass ich zum einen meine Entscheidung der Malerei den Rücken zu kehren keineswegs bereue, und zum anderen, dass heute die Fotografie nicht unbedingt weniger Zeit in Anspruch nimmt und nicht minder Intensiv ist als zur damaligen Zeit die Malerei. Das ein oder andere interessante Projekt nimmt in Summe dann schon mal ein paar Tage bis Wochen in Anspruch. Und das ist gut so!

Im Grunde ist es genau das was mich im Wesentlichen interessiert. Aufnahmen im Kontext von irgendwelchen Projekten. Weniger das stringente “heute Fashion, morgen Portrait und übermorgen eine Landschaftsaufnahme”.

Was mich antreibt? Leidenschaft! Was sonst…

EQUIPMENT

D80_0441_730Ich behaupte, dass achtzig Prozent der Fotografie weniger etwas mit Technik, sondern eher etwas mit Kreativität, Phantasie und Vorstellungsvermögen zu tun haben. Natürlich unter der Voraussetzung, dass ein Fotograf sein „Handwerkszeug“ beherrscht. Gut möglich, dass  mich meine Vergangenheit hier prägt, jedoch hat ein Fotoapparat zumindest in meinem Umfeld nicht mehr zu tun, als meine Planung in Sachen Licht, Ausschnitt und diversen anderen bildgestaltenden Mitteln und Ideen in einer Aufnahme festzuhalten. Einen höheren Anspruch sollte es nicht geben. Technische oder sachliche Hilfsmittel werden zur Erfüllung eines vorher geplanten und bestimmten Zweckes eingesetzt.

Die aus meiner Sicht interessantesten Aufnahmen entstanden weniger mit enorm hohen technischen Aufwand: Entweder spielte Gevatter Zufall in Form eines Schnappschuss eine Rolle oder das Endprodukt spiegelt die vorherige Planung wieder. Ausgenommen davon sind natürlich Urlaubsfotografien. Hier zählt sicherlich eher die Quantität und weniger die Qualität.

In diesem Sinne nimmt es mir hoffentlich niemand übel wenn hier keinerlei Auflistung diverser Kameras, Objektiven, Blitzanlagen oder sonstigem Equipment zu finden ist. Mein Workflow ist recht einfach gestrickt. Vom Kopf ins Herz, über den Arm zum Finger, auf den Auslöser in die Kamera. That’s it!…

 


APROPOS WORKFLOW…


workflowPhotoshopst Du noch, oder fotografierst Du schon?”. Ich verstehe Bildbearbeitungsprogramme durchaus als kreatives Mittel einer Aufnahme eine ganz bestimmte Bildwirkung zu vermitteln oder, so es denn notwendig erscheint, recht konservativ Unsauberkeiten aus Portraits oder ähnlichem zu entfernen. Der Grat zwischen “verbessern” und “verunstalten” ist hier jedoch fliessend und sicherlich auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Ich versuche möglichst alles vorab geplante, das ausserhalb einer digitalen Bildbearbeitung zu realisieren ist, auch zu nutzen. Dazu gehört neben der Auswahl der geeigneten Location vor allem das Licht. In Sachen Styling, Frisur und Schminke steht mir in den meisten Fällen eine Visagistin mit Rat und Tat zur Seite. Gott sei Dank!!